Leckereien von „Surfing the kitchen“ und warten auf die nächste Runde PAMK

PAMK-Geschenk -freischnauzekochenIch muss sagen ich bin ziemlich froh bei der Aktion Post aus meiner Küche mitgemacht zu haben. Ich habe nicht nur eine sehr nette und genauso koch- und genussversessene Wienerin kennengelernt, sondern auch noch die feinsten Dinge von eben dieser gezaubert bekommen. Andrea hat mich reichlich beschenkt und jede der vier Leckereien, war auf ihre Weise der Knaller. Genießen durfte ich: Eine Lemontarte, Rosmarin – Chips, Sandgebäck und Müsli. Definitiv mit eingebautem Ich-will-mehr-davon- Effekt.

Mehr will ich auch von Post aus meiner Küche und freue mich auf die nächste Runde. Macht doch auch mit?!

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Dreierlei vom Glück: Kaltgerührte Sanddorn-Mango-Konfitüre

Die Frucht mag klein sein und der Strauch mit seinen dornenbesetzten Ästen wenig einladend wirken, am Sanddornstrauch vorbeizulaufen, ohne ein paar Früchte zu sammeln wäre aber ein großer Fehler. Der Vitamin C Gehalt ist so hoch, dass die Pflanze in der DDR als „Zitrone des Nordens“ eine steile Karriere erlebte. Fast noch spannender finde ich aber, dass die Frucht auch Vitamin B12 enthält. Vitamin B12 für die Bildung der Roten Blutkörperchen und unsere Nerventätigkeit verantwortlich. Da es nur durch Mikroorganismen produziert werden kann, kommt es generell nur in tierischen Produkten vor. Nützlicher Weise leben auf der Schale des Sanddorns genau solche Mikroorganismen, weswegen Vegetarier_Innen und vor allem Veganer_Innen die goldenen Früchtchen in ihren Speiseplan mit aufnehmen sollten (siehe Wikipedia).

Auf meiner Suche nach Rotklee für meine PAMK – Leckereien, bin ich zufällig auf solch einen Wunderstrauch gestoßen und musste natürlich ein paar Beeren pflücken. Die Früchte des Sanddorns können noch bis Ende Dezember geerntet werden, nochmal ein Pluspunkt für diese Pflanze, da ja gerade im Winter der Zugang zu frischem, heimischen und vitaminreichem Obst und Gemüse erschwert wird.

Da Vitamine Hitze ja nicht leiden können, wollte ich jegliches kochen vermeiden. Nicht lange davor, hatte ich mich mit Michaela Russmann von Rohgenuss.at über Gelierverfahren unterhalten und bin dadurch auf die Idee gekommen mit Chiasamen (auch so eine Wundersaat mit ganz viel pflanzlichem Omega 3) eine Rohkost – Konfitüre zu machen.

Damit es nicht zu sauer wird, habe ich mich dann für eine Mango entschieden. Eigentlich wollte ich Marillen nehmen, die haben ja grad Saison, gab es aber im Supermarkt nur aus Frankreich. Und wenn schon nicht aus der Region, tja dann kann es ja auch gleich was ganz exotisches sein, dachte ich mir leicht genervt vom Angebot. Solang es nicht zur Regel wird…

Und wie macht man nun diese Superfoodmarmelade, die vegane Herzen höher schlagen lassen sollte?

kaltgerührte-Sanddorn-Mango-Konfitüre 3-freischnauzekochen

Vitamin B12, Omega 3 und Vitamin C machen aus diesem kaltgerührten Fruchtaufstrich eine Vitalstoffbombe.

Wir nehmen:

eine Handvoll Sanddorn

eine reife Mango

3 Teelöffel Chiasamen

etwas Rum (nach Belieben)

kleine Einmachgläser mit Schraubverschluss

kaltgerührte-Sanddorn-Mango-Marmelade 2-freischnauzekochen

Die Mango halbieren wir und entfernen mit einem Messer den Kern. (Einfach leicht in den Kern stoßen und dann heraushebeln.) Fruchtfleisch und den Sanddorn in einen Standmixer geben und kräftig pürieren. Geht natürlich auch mit einem Mixer, wenn die Mango sehr weich ist, sogar mit einer Gabel. Nun einmal durch ein feines Sieb oder Tuch geben, so dass die kleinen Sanddornkerne zurückbleiben.

Einen Schuss Rum und die Chiasamen hinzugeben. Ich habe das Fruchtpüree danach noch einmal püriert, muss aber sagen, dass ich mich Zwecks Optik beim nächsten Mal fast dagegen entscheiden würde. Von der Konsistenz wäre es dann allerdings wie ein streichbarer Bubbletee, da die Chiasamen sehr viel Flüssigkeit aufsaugen und gallertartig werden. Zerkleinert sorgen sie dann wiederum für die gleichmäßige Struktur des Fruchtaufstrichs.

Eher zügig verbrauchen, sonst im Kühlschrank aufbewahren.

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Hier sind die Chiasamen noch nicht zerkleinert und bringen einen wunderbaren optischen Effekt.

Dreierlei vom Glück: Glücksbringender Frischkäse

Du brauchst:

500 g Bio – Joghurt

1 Bio – Zitrone

Ein hohes Gefäß (Zb. Messbecher)

1 Topf

2 (unbenutzte, sehr saubere) Nylonstrümpfe, übereinander gezogen

Olivenöl

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Für den besonderen Pfiff:

Meersalz

Pfeffer, nicht gemahlen

ein paar Blättchen Koriander und Minze, gehackt

Knoblauch, geschälte ganze Zehen

Kleeblätter

Und so wirds gemacht:

Joghurt mit dem Zitronensaft aufkochen. Nur vorsichtig umrühren. Fertig gekocht hat es, wenn sich hellgelbe Flüssigkeit und relativ feste weiße Flocken den Topf teilen.

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Den Nylonstrumpf (klingt komisch, ist aber die günstigste und auch praktischste Methode und von hunderten von Omas wohl erprobt) über das hohe Gefäß spannen und das Molke – Frischkäsegemisch hineingießen. Abtropfen lassen. Am besten über Nacht. Bei Zeitdruck vorsichtig mit der Hand auswringen.

PAMK - Glücksbringender Frischkäse - freischnauzekochen

Abgetropften Frischkäse entnehmen und in drei gleichgroße Stücke teilen.  Einen Teil mit der Minze vermengen, den Zweiten mit dem Koriander und den Dritten pur lassen. Daraus Kügelchen und Dreiecke mit den Händen formen. Auf die puren Frischkäsekügelchen die Kleeblätter drücken.

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Die fertigen Bällchen abwechselnd mit dem Pfeffer und den Knoblauchzehen in ein mit Olivenöl gefülltes Glass geben. Zuschrauben. Ein paar Tage ziehen lassen. Genießen.

Post aus meiner Küche: … ich schenke Dir ein Stück vom leckeren Glück”

Zusammen schmeckts besser – ich schenke Dir ein Stück vom leckeren Glück” ist das Thema der aktuellen Runde Post aus meiner Küche. Mit meiner Tauschparnterin Andrea habe ich mich schon getroffen, jetzt geht es ans Beschenken.

Stimmungsaufhellend wirkt bei mir immer dunkle Schokolade. Und pures – kulinarisches – Glück ist für mich ein großer Topf voll Pudding, dem man schon von weitem ansieht, dass darin eine ganze Tafel Zartbitterschokolade versenkt wurde. Am besten genießt sich dieser Pudding spätnachts in Mannheim. In dieser Stadt wird Schokolade hergestellt, weshalb immer mal wieder Wogen puren Schokoduftes durch die Luft wabern und sich in der Nase verfangen. Wenn es dann auch schon Spätherbst ist und der Gusta nach Schokolade einfach kaum noch zu stillen, gibt es nichts Besseres als gleichgesinnte Leute anzurufen, den Topf mit Milch aufzusetzen, nach wenigen Minuten schon große Löffel zu verteilen und gemeinsam aus dem Topf zu naschen. Doch wir sind in Wien. Es ist Mitte Juli und der Sommer hat derart eingeschlagen, dass jeder Gedanke an Schokolade auf später im Jahr verschoben werden muss.

Nach vielen unterschiedlichen Überlegungen habe ich mich irgendwann auf das Wörtchen „Glück“ als solches eingefahren. Was sind typische Glücksbringer?

Der Gruß eines Schornsteinfegers, kleine Schweinchen, vierblättriger Klee… Klee!

Rotklee - freischnauzekochen

Nach eingehender Recherche in Wildkräuterbüchern und auf einschlägigen Webseiten, ist mir klar, Klee kann man essen und ihm werden sogar einige heilwirkende Kräfte, insbesondere für Frauen, nachgesagt. Kann ja kaum besser sein.

Donauinsel - Wien - freischnauzekochen

Die meisten Wiesen sind leider schon abgemäht, aber auf der Donauinsel finde ich dann doch noch ein paar Pflänzchen. Zufällig entdecke ich dabei noch einen Strauch wilden Sanddorn, dem bin ich sonst nur in den Niederlanden auf dem Weg zum Strand begegnet und bin mehr als entzückt. Ein bisschen Urlaub direkt in Wien. Wenn das nicht glücklich macht.

Andrea von „surfing the kitchen“ bekommt also Dreierlei vom Glück:

Glücksbringenden Frischkäse

Weißwein – Rotkleeblütengelee

Kaltgerührte Sanddorn – Mango – Marmelade

Sanddorn - Donauinsel - freischnauzekochen