sexy Fingerfood – herzhaft leichte Gemüse – Cupcakes

Sommer ist die Zeit von Picknicks und Grillabenden. Und nichts macht mehr Spaß als gemeinsam im Gras zu liegen, Schäfchenwolken zu zählen… und dabei gut zu essen :). Ein Couscoussalat, marinierte Auberginen oder mit Schafskäse gefüllte Paprika fallen mir da schnell ein.

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Meine veganen Freundinnen stellen mich dann aber doch immer mal wieder vor eine kleine Herausforderung. Insbesondere dann, wenn es das Essen nicht alltäglich daher kommen soll, ich kaum Zeit habe und das Essen den unterschiedlichsten Leuten schmecken soll. Diese lässigen Versammlungen sind immer wieder ein guter Ort um auf unaufdringliche Art und Weise mit veganen und vegetarischen Gerichten Eindruck zu schinden. Der ein oder andere Fleischesser wurde so schon davon überzeugt, dass „dieses langweilige Gemüse“ doch einiges kann.

Eine meiner Eigenkreationen sind diese Gurken-Bohnen Cupcakes. Wieder etwas, dass auf niedlich und süß macht und dabei herzhaft pikant daherkommt.

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Dieses herzhafte Fingerfood ist rein pflanzlich, sehr schnell gemacht und sieht einfach umwerfend aus, also genau etwas für den Tierfreitag – die Sammelstelle für pflanzliche Genüsse.

Du brauchst: gekochte kleine weiße Bohnen, für Eilige welche aus dem 500 Gramm Glas, ein paar Gewürze und eine Gurke, das wars! Gut ein Dressiersack, ein Messer und Löffel können auch nicht schaden. 😉  Die Bohnenpaste kann im Vorhinein gemacht werden und im Kühlschrank einen Tag durchziehen.

1. gekochte Bohnen mit Apfelessig* und ein bisschen Wasser im Mixer fein pürrieren.

2. Mit Salz, Pfeffer und deinen Lieblingsgewürzen abschmecken (In diesem Fall: Gute Laune Gewürz Blüten Zubereitung von Sonnentor mit  Meersalz, Knoblauch, Basilikum, Bärlauch, Oregano, Ringelblumen, Rosmarin, Thymian, Rosenblüten und Kornblumen.)

3. in einen Dressiersack mit gezackter Spritztülle.**

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4. Gurke schälen, für die Deko ein paar grüne Streifen lassen und in circa 2,5 cm große Stücke schneiden.

5. Die Gurkenstücke mit einem kleinen Löffel vorsichtig auf einer Seite leicht aushölen.

6. Gurken mit der Bohnenpaste füllen. Für schöne Rosetten halte etwas Abstand zu den Gurken und spritze die Masse in einer Kreisbewegung auf.

7. Fertig!

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*Vegane Sorte verwenden! – in diesem Fall selbstgemachten. Alle Säfte, die nicht naturtrüb sind, müssen auf die ein oder andere Art geklärt werden. Hierfür wird häufig Gelatine verwendet. Saft bildet die Grundlage für Wein und Essig. Einige Geschäfte haben begonnen Weine und Essige als vegan zu kennzeichnen. Das Weglassen der Gelatine ist dabei nur ein Teilaspekt, auch der Klebstoff des Ettikets (zb.) kann tierische Stoffe beinhalten.

** Um einen einfachen Transport zu gewährleisten, nimm die Füllung in einem Beutel mit und dressiere vor Ort auf. Show Cooking ist ja eh sowas von in 🙂

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Küchenhaustier – Tibicos dein Wasserkefir

Das perfekte Küchenhaustier für Fermentationseinsteiger und Seltenzuhauseseier. Tibicos ist keine verschmuste Stubenkatze. Ein Sträuner, der sich gut und gern mit sich selbst beschäftigt. Manchmal etwas schüchtern am Anfang, ansonsten ein sehr wohlwollender Charakter, der viel verzeiht. Tibicos produziert ein vielfältiges Getränk: Wasserkefir.

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Besonderheiten: Tibicos produziert eine Art natürlicher Limonade. Die Zubereitung entscheidet über den Kohlensäuregehalt und die Geschmacksrichtung. Da grundsätzlich nichts erhitzt wird, beinhaltet Wasserkefir Lebendkulturen, mit einem hohen gesundheitlichen Wert.

Wasserkefir kann sehr variabel eingesetzt werden. Eine Bereicherung für eine experimentierfreudige pflanzliche Küche und ein guter Ersatz für Molke als Starter.

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Einzug: Wasserkefir Knöllchen in ein geeignetes Gefäß (Glas, Keramik) geben. Zucker, Wasser und nach belieben (Trocken-) Früchte hinzugeben. Nach zwei bis drei Tagen ist dein erster Wasserkefir genussfertig. Gieße hierfür die Flüssigkeit in eine Karaffe und probiere sie! Die Knöllchen bleiben im ersten Gefäß und werden von dir wieder mit neuem Wasser und Zucker versorgt. Das ist auch schon die ganze Zauberrei. Im folgenden findest du Tipps, genauere Hinweise und Anregungen für den richtigen Umgang mit Tibi.

Haltung:
Wasserkefir lebt von Zuckerwasser und Liebe. Das mit der Luft ist dem Symbiont aus Hefe und Bakterien nicht ganz so wichtig. Ob in einem fest verschlossenen Gefäß oder in einem Offenen, Tibi lässt sich da ganz auf deine Vorlieben ein. Wie alle Küchenhaustiere schätzt Tibi ein sauberes Zuhause. Bei der Haltung in offenen Gefäßen ist darauf zu achten, dass keine Fremdpartikel oder Insekten an dein Küchenhaustier kommen! Am einfachsten, geht das mit einem Küchentuch und einem Gummiband.

Wie alle Küchenhaustiere, freut sich Tibi über Rituale. Eine regelmäßige Fütterung und ein Wasserwechsel ist anzuraten. Gute Erfahrungen wurden mit Zwei- bis Dreitages Zyklen gemacht.

Besonderer Tipp: Halte Tibicos in der Basisnahrung (siehe unten) und verwände nur die Flüssigkeit, in einem seperaten Gefäß,  für weitere Fermentationsexperimente. So verhinderst du die Verunreinigung deiner Wasserkefir Knöllchen.

Fütterung:

Die Basisnahrung ist gesüßtes Wasser.

Sandor Katz rät in the Art of Fermentation pro Teelöffel Wasserkefir Knöllchen einen Liter Wasser und eine halbe Tasse Zucker zu verwenden. Ich nutze mangels größerer Gefäße ein höheres Verhältnis von Knöllchen zu Wasser und gieße den Zucker frei aus der Hand dazu, meist so, dass die Knöllchen bis mindestens zur Hälfte mit Zucker bedeckt sind.

Haushaltszucker, Melassen, Agavendicksaft und Honig sind einige der möglichen Zuckerlieferanten. Tibicos ernährt sich von dieser Süße und wandelt sie um, im Endprodukt findet sich kaum Zucker. Die Größe, Anzahl und Aktivität von den Wasserkefir Knöllchen kann stark variieren. Wie viel Zucker und Wasser du für deinen Wasserkefir verwenden solltest, findest du durch ausprobieren und Geschmacksproben heraus. Wirklich was falsch machen kannst du nicht!

Zuckerwasser ist zwar die Basisnahrung von Tibi, besonders anregend ist das aber nicht für euch beide. Mehr Spaß macht es, wenn du Trockenfrüchte  hinzugibst. Am verbreitetsten ist es, eine halbe Zitrone und eine getrocknete Feige hinzuzugeben. Diese Zugaben müssen nicht alle zwei Tage gewechselt werden. Alle Formen von Fermentation sind eine Art der Konservierung. Die hinzugegebene Bio – Zitrone und Bio – Trockenfrucht halten sich im Wasserkefir Wochen.

Leckerli:

Ingwer stärkt das Wachstum von Tibicos und trägt zu einem interessanteren Geschmack bei.

Wasserkefir mag kalkhaltiges Wasser.

Wasserkefir ist ein sehr lebhaftes und anpassungsfähiges SCOBY. Du kannst damit fast jede Flüssigkeit fermentieren, solange genug Zucker für deine Knöllchen vorhanden ist. Tausche Wasser durch frische Frucht- oder Gemüsesäfte aus, oder nimm, ähnlich zu Kombucha, Tee oder Filterkaffee und schau was passiert. Wenn du Angst hast, dass deine Knöllchen sich dadurch verfärben oder eventuell beeinträchtigt werden, kannst du auch die Wasserkefirflüssigkeit in die Säfte mischen und deine Knöllchen in ihrem Heim mit neuem Zuckerwasser ruhen lassen.

Für eine sehr starke Ingwerlimo: Koche kleingeschnittenen Ingwer und etwas Kardamon mit Wasser zu einem starken Sud. Lasse diesen Abkühlen und gib ihn mit Zucker zu Tibicos. Für mehr Lebendigkeit gebe ich jetzt noch ein paar Stücke frischen Ingwer hinzu.

Eine weitere Variante ist die Veredelung mit frischen Früchten. Dazu füllst du nach zwei – drei Tagen den fertigen Wasserkefir ebenfalls ohne Knöllchen in ein zweites Gefäß mit breiter Öffnung. Jetzt einfach die Früchte (festes Obst wie Äpfel, Pflaumen, Ananas oder Apriokosen/Marillen klein schneiden und entkernen) hinzugeben. Nach weiteren 1 – 2 Tagen ist dein Frucht-Wasserkefir Getränk fertig. Ich habe bis jetzt mehr mit der Gemüsefermentation mit hilfe von Tibicos experimentiert, zur genauen Beschreibung der Fruchtvariante, schaut euch am Besten nochmal den Blogeintrag von Adnan an, von dem ich auch meinen ersten Tibi im Austausch bekommen habe.

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Der CO2 Faktor:

Wie blubbert das? Ich bevorzuge meine Getränke ohne Kohlensäure oder mit ganz wenig. Zuviel Kohlensäure verträgt mein Magen einfach nicht. Für einige braucht eine Limo aber den Blubbereffekt. Und auch hier lässt dich Tibicos nicht im Stich!

Der Trick ist ganz einfach: Je schmaler die Öffnung des Gefäßes ist, desto mehr Kohlensäure bleibt im Getränk, desto größer die Öffnung, desto weniger Kohlensäure… Wenn du es sehr spritzig magst, fülle den fertigen Wasserkefir in eine verschließbare Flasche. Achtung Explosionsgefahr! Deswegen bevorzuge ich für diesen Fall ausnahmsweise Plastikflaschen. Wenn der Kefir eingefüllt ist, drücke ich die Flasche zusammen und schraube dann erst den Deckel drauf. So hat die Kohlensäure schonmal mehr Platz um sich auszubreiten, ohne die Flasche stark auszubeulen oder gar zu sprengen. Gefäße mit Bügelverschluss sind auch gut geeignet, da sie einen Gasaustausch zulassen.

Krankheiten:

Auch Tibicos kann mal krank werden, ist aber eigentlich sehr anspruchslos. Die wichtigsten Schritte, um das zu vermeiden, sind Reinlichkeit und regelmäßige Pflege. Ich habe den Härtetest mit meinem Wasserkefir gemacht und einen Teil über 3 Monate in der gleichen Flüssigkeit stehen lassen. Das ganze war danach sehr milchig, leicht gelblich, übersättigt und hatte einen Essiggeruch. Ein paar Waschungen später (immer wieder mit frischem Wasser durchspülen, abseihen, gut durchschütteln, neues Wasser hinzugeben) und einer Zuckerkur ohne jegliche anderen Zusätze, hat sich Tibicos selbst nach dieser sträflichen Misshandlung wieder bekrabbelt.

Urlaub:

Wenn Ihr mal ein bisschen Abstand von Tibi braucht, oder auf Reisen geht:

Variante 1: Die Knöllchen mit einem starken Zuckerwasser in ein kleines Gefäß füllen und in den Kühlschrank stellen. So hällt er sich ein paar Wochen.

Variante 2: Die Knöllchen mit ein bisschen Flüssigkeit einfrieren.

Variante 3: Die Knöllchen in der Sonne/ im Dörraparat trocknen und trocken aufbewaren.

Variante 4: Wer super sicher gehen will, trocknet die Knöllchen erst und friert sie dann ein, so halten sie sie mehrere Monate, wenn nicht länger.

Variante 5: Einen Küchenhaustiersitter auftuen und Tibicos in deren Obhut hinterlassen.

mehr Avocado – quick and easy

Avocado.

Braucht es eigentlich mehr, als dieses Wort, um das Paradies zu beschreiben? Hmm… Granatäpfel und Zitrusfrüchte. Chili und Brot. Schon bin ich glücklich und zufrieden. Manchmal geht es so einfach!

Regionale Produkte und saisonales Essen ist für mich wichtig, da brauchen wir gar nicht anfangen zu diskutieren. Unabhängig von der derzeitigen Trendwelle Nachhaltigkeit und so (was ja auch schön ist, dass das jetzt Massenkompatibel ist…). Tja und dann, dann steh ich doch wieder im Supermarkt und da lächelt mich die Avocado an. Ich liebe Beeren und diese Frucht, die wie Schlagobers in Gemüseform daherkommt ganz besonders. Also mach ma da – wie auch sonst viel zu oft – eine Ausnahme. Denn Avocado kann ich nie genug haben.

freischnauzekochen - Avocado - Praline - Avocadopraline - Guacamole - Cocoschips - Vera Kondratiuk

Weiche Avocado ist pur schon ein Genuss. Eine Guacamole ist aber echt einfach und immer wieder ein Vergnügen. Einfach ein paar Spritzer Zitrone, frische Chili, Salz und Pfeffer unter die Avocado rühren. Vermanschen. Fertig.

Avocado wird schnell braun. Deswegen die Zitrone, aber auch das hilft nicht lange. Was wirklich hilft und ich war echt erstaunt, als meine norwegische Freundin J, diesen Trick vorgeführt hat, ist es den Kern nach dem vermengen schnell wieder zur Creme zu geben! Und siehe da, sie bleibt länger knacke grün.

Wer noch eine Stufe drauf setzten möchte schneidet die ungeschälte Avocado in zwei gleichgroße Hälften und höhlt sie vorsichtig nur ein wenig aus. Dieses Fruchtfleisch mit oben genannten Zutaten und Tomatenstücken vermengen. Die Avocadohälften behutsam von der Schale befreien und mit der Avocadocreme befüllen. Wer mag kann auch ganz andere Pasten herstellen, von Frischkäsecremes über Fetakäsedips zu schokoladigen Variationen ist alles vorstellbar und diese in den vom Kern hinterlassenen Hohlraum füllen. Die beiden Avocadohälften vorsichtig wieder zusammenfügen. Und nun ist wirklich eure Kreativität gefragt. Ich hab sie für das obige Bild einfach in Kokosflocken gewendet – wenn schon nicht regional und so dann aber richtig – und auf einer Tomatenscheibe stehend serviert. Mit unterschiedlichen Kräutern und Samen können aber ganze Bilderlandschaften auf die Avocados geformt werden und sich somit als elegante Avocadopralinen sehen lassen. Schön als Vorspeise.

Wer sich das Bild genau anschaut, wird vielleicht durch Größenverhältnisse und Farben positiv irritiert sein: Diese Avocados waren spezielle Minifrüchte, die es in Mannheim beim Türken im Winter zu kaufen gab. Zeitgleich waren auch die dunklen, leicht grünen, tunfischfarbenen Tomaten reif… Avocados und Zitronen sind herrlich sommerlich. Aber in unseren Breitengraden ist es Winter, wenn die besten Exemplare günstig auf den Markt kommen.

Purple Eat – wo gutes tun gut schmecken kann

Heute ist Tierfreitag. Dieses Mal möchte ich ein besonderes Wiener Beisl vorstellen. Hier finden sich auf der wöchentlich wechselnden Karte gute rein pflanzliche Bio – Gerichte. Hier wird von Herzen gekocht. Ein Besuch lohnt sich.

Lust auf eine Weltreise, aber die Zeit ist knapp und das Geld sowieso?
Warum dann nicht mal schnell kulinarisch die Welt bereisen? In einer Weltstadt wie Wien kann man sich durch die unterschiedlichsten Länderküchen kosten. Doch dafür müsste man dann immer das Restaurant wechseln, verbraucht auch Zeit und Geld…
Seit diesem Frühjahr gibt es im Purple Eat, ein Beisl am Meidlinger Markt, eine angenehme Lösung für Menschen, die sich mit diesem Problem plagen. Ganz nebenbei werden auch noch andere, wesentlichere, Probleme angegangen.

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Das Beisl hat nämlich nichts mit klassischer Gastronomie zu tun. Es ist ein Projekt des angrenzenden Vereins Purple Sheep, ein Verein zur Förderung und Einhaltung der Rechte von AsylwerberInnen und Fremden. Unterstützt wird durch Rechtsberatung, öffentlichkeitswirksame Aktionen und dem Freunde Schützen Haus. Ein Schutzhaus für in Österreich integriert lebende Familien, denen die Abschiebung droht.

Familien aus den unterschiedlichsten Orten dieser Welt, mit den verschiedensten Geschichten. Und genau diese Familien kochen nun am Meidlinger Markt. Unterstützt von Freiwilligen Helfer_Innen. Die Stimmung ist immer äußerst herzlich, von Freunden für Freunde sozusagen. Die Gerichte internationale Hausmannskost.

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Angeboten werden zwei Menüs, täglich von 11 – 21 Uhr. Gewählt werden kann immer zwischen zwei Gerichten. Mindestens eine davon ist vegetarisch, immer häufiger auch vegan. Aus Bio-Zutaten frisch gekocht wird im Freunde Schützen Haus, angerichtet und serviert im Purple Eat am Meidlinger Markt. Das ganze Menü gibt es für eine Mindestspende von 7€, die komplett in die Unterstützung der Betroffenen fließt. Gekocht wurde unter anderem bis jetzt:

Kartoffel-Gemüse Auflauf (Mazedonien) -Vegetarisch

Indischer Linseneintopf mit Basmatireis (Vegan)

Melanzani Linsentopf mit Basmatireis (Vegan)

Chinesische Teigtaschen gedämpft mit Gemüse (Vegetarisch)

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Dieses  besondere Konzept wird durch eine ausgefallene Getränkekarte unterstützt. Lauter ausgezeichnete Weine und insbesondere delikate Vodkaspezialitäten. So auch den bei der International Wine & Spirits Comeptition mit Gold ausgezeichneten Vodka der mostviertler Destillerie Farthofer.

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Für den Service werden Freiwillige gesucht. Einfach beim Purple Sheep anrufen und fragen, wann jemand gebraucht wird. Wenn man sich einen fixen Tag in der Woche Zeit nehmen kann, wäre das am Besten. Flexibilität und Offenheit sind die wichtigsten Eigenschaften, die man braucht. Alles andere kann man vor Ort lernen. Ich habe auch schonmal ausgeholfen und es war ein echt spannender und intensiver Tag. Ein guter und einfacher Weg sich ein bisschen Gastro- und Baristaerfahrung anzueignen 🙂

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Purple Eat am Meidlinger Markt
U6 Niederhofstraße
Lila Marktstand auf der Seite Rosaliagasse

Mo- Sa von 11.00 – 21.00, durchgehend warme Küche
Tagesgericht mit Vor/Nachspeise und Salat um 7 Euro
Kleine Speisen um 4 Euro
Kaffee um 2,50 Euro

Kontakt: 0660.6808727
Email: office@purplesheep.at

Weitere Infos zum Verein und der aktuelle Wochenmenüplan

Wiener Zitrustage

Das Leben richtig auskosten – umgemünzt auf neugierige Genussmenschen und alle die es werden wollen bedeutet das für mich, die Vielfalt schmecken zu lernen.

Am einfachsten geht das im Rahmen von Verkostungen. Ob Wein, Olivenöl oder Früchte. Erst der genau Blick, die intensive Beschäftigung mit einer Produktgruppe lässt uns wichtige Unterschiede erkennen. Denn, wie meine liebe Freundin S heute so schön sagte: „Wie soll ich denn die Unterschiede kennen lernen, wenn es im Supermarkt nur Standardfrüchte gibt?“

Auch sie war – als bekennender Non-Foodie – begeistert vom Variantenreichtum, den wir in der Orangerie im Schloss Schönbrunn präsentiert bekommen haben. Ich muss ja zugeben, ich hatte schon einmal das Vergnügen von Katharina Seiser in die Welt der Zitrusrüchte eingeführt zu werden, das Ambiente der Orangierie, gefüllt mit zahlreichen Frucht- und Blüten behangenen Bäumen hat das ganze zu einem besonderen Erlebnis gemacht.

Die Orangerie

Die Orangerie

Zitrusverkostung mit Katharina Seiser

Zitrusverkostung mit Katharina Seiser

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Die Zitrustage in Schönbrunn sind ein sehr spezielles Event. Die hier ausgestellten und zur Verkostung angebotenen Früchte gibt es an kaum einem anderen Ort zu probieren. Eine Zitruspflanze braucht einige Zeit, bis sie schöne Früchte austrägt. Bis so ein Baum tolle Früchte trägt gehen ein paar Jahre ins Land. Nur gut, dass die Orangerie schon zu Zeiten von Sissi und Franz in voller Blüte stand. Damals meist aus optischen Gründen erworben, hat sich eine ganz besondere Ansammlung an Zitrusfrüchten in Wien eingefunden.

Blätter im militärylook.

Blätter im militärylook.

Es sind bis zu 4 Generationen auf einem Baum zu finden.

Es sind bis zu 4 Generationen auf einem Baum zu finden.

Zitrusfrüchte reifen auf einem Baum nicht alle gleichzeitig.

Zitrusfrüchte reifen auf einem Baum nicht alle gleichzeitig.

Katharina Seiser mit ihrer geliebten Meyer - Lemon "frisch vom Baum".

Katharina Seiser mit ihrer geliebten Meyer – Lemon „frisch vom Baum“.

„Klassische Zitronen“ sucht man hier lange. Baum an Baum reihen sich ausgefallene Sorten, wie die Lemonada oder Kaiserzitrone (Lipo). Unter allen, die Esskultur nicht regelmäßig lesen, auch noch recht unbekannt ist die Meyer-Zitrone. So unbekannt, dass dieser für Zitrusfrüchte Liebhaber_Innen regelrechte Schatz in Supermärkten auch mal als schnöde Zitrone verkauft wurde. Etwas bekannter, dann Bergamotte- und Zitratzitronen. Eine Vielzahl, die man in unseren Breitengraden so normalerweise nicht zu gesehen bekommt.

Der Schatzmeister

Der Schatzmeister

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zwei Tropfen feinsten Bitterorangenblütensirup

zwei Tropfen feinsten Bitterorangenblütensirup

Noch bis einschließlich Sonntag können die Früchte verkostet, und die Pflanzen bestaunt und erworben werden. Die Ausstellung ist den ganzen Tag geöffnet, die Verkostungen finden immer um 16 Uhr statt. Geleitet von einer Dame, die sich selbst als Mensch gewordene Zitrusfrucht bezeichnet. Zu probieren gibt es neben den erstaunlichen Früchten dieses Jahr auch besondere Produkte aus dem Steirereck.

Um Voranmeldung wird gebeten.  Wer sich wegen des schlechten Wetters fragt: Das ganze findet in überdachten aber kühlen Räumen statt. Warm anziehen ist also ratsam. Nass wird man aber nicht.

Die Meyer - Lemon.

Die Meyer – Lemon.

Zitrusfrüchte wie feinstes Porzelan auf der Zunge in tausend Geschmacksnuancen zerspringend.

Zitrusfrüchte wie feinstes Porzelan auf der Zunge in tausend Geschmacksnuancen zerspringend.

für die Wissbegierigen. Freischnauzekochen Notizen.

für die Wissbegierigen. Freischnauzekochen Notizen.

Fermentation – oder die Welt der Küchenhaustiere

Küchenhaustiere

Unter den Fermenten gibt es einige Sonderlinge. Eine Gruppe davon habe ich Küchenhaustiere getauft. Das ist nicht etwa Sauerkraut, was zwar auch gepflegt werden muss und eine längere Zeit in deiner Speisekammer verweilt, aber wenn es einmal angefangen wurde zu essen, dann sollte es auch verbraucht werden. Ein Ferment gehört zu den Küchenhaustieren, wenn:

Gewisse Zyklen erkennbar sind und immer wieder Nährstoffe hinzugegeben werden müssen (die Fütterung).

Diese Fermente basieren meistens auf einer Lebensgemeinschaft aus Bakterien und Hefen, im englischen wird dies als SCOBY (Symbiotic Colony Of Bacteria and Yeast) abgekürzt. Der SCOBY selbst wird in der Regel nicht gegessen. Es wird unterschieden zwischen Ansatz (den Bakterien samt Nährboden/-flüssigkeit) und dem eigentlichen Produkt, dass durch die Bakterien hergestellt wird. SCOBYs haben eine lange Lebensdauer, oder die Eigenschaft sich zu reproduzieren. Oft werden diese SCOBYs auch Mütter genannt. Einige Fermente verhalten sich ähnlich, ohne SCOBY. Aus einem Küchenhaustier können ganze Generationen von Fermenten entstehen.

einige Küchenhaustiere:

  • Tibicos (auch Wasserkefir und Japandiamant genannt)
  • Hermann, der Freundschaftskuchen
  • Kombucha
  • die Essigmutter
  • Sauerteig
  • Nuka
  • Milchkefir

Wie kümmert man sich um ein Küchenhaustier?

Fermentieren ist einfach! Küchenhaustiere hüten und halten auch. Stelle sie an einen ruhigen, nicht zu heißen und nicht zu kalten Ort. Benutze Gefäße aus Keramik, Porzellan, oder Glas mit breiter Öffnung. Decke diese mit einem Stück Küchenrolle und einem Gummiringerl ab. Füttere regelmäßig. Wenn du keine Zeit hast dich für einige Zeit drum zu kümmern, zieht dein Haustier in den Kühlschrank oder den Nachbarn. Und das Beste: In regelmäßigen Abständen wirst du für deine Mühen belohnt: Mit Kuchen, Brot, spannenden Limos und Essig zum Beispiel.

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Küchenhaustiere, ganz genau erklärt:

Allgemeine Pflegehinweise

der Name Küchenhaustiere, hat sich in meinem Kopf nicht ohne Grund eingenistet. In der Welt der Fermentation arbeiten wir mit lebenden Organismen. Sie mögen vielleicht nicht ihre Augen weit aufreißen und jammernde Geräusche von sich geben. Deine Aufmerksamkeit wünschen sie sich aber schon, wenn auch nur halb so oft, wie die pelzigen Vertreter. Apropos: Pelz mögen wir genau so wenig auf unseren Küchenhaustieren, wie an den Damen und Herren der Stadt.

Damit sich solche Unliebsamkeiten nicht einschleichen und ihr eure Lieblinge nicht auf ihre letzte Reise schicken müsst, gibt es ein paar grundlegende Punkte, an die es sich zu halten lohnt:

Das geeignete Heim

Wer liebevoll mit seinem Küchenhaustier umgeht, kann es quasi ewig behalten. Deswegen ist es gut, wenn du ein geeignetes Behältnis findest und auch immer dieses für das sepzifische Haustier benutzt. Ab und an ist es natürlich ratsam auch hier mal sauber zu machen, wie bei einer Hundehütte, und das Haustier kurz wo anders unterzubringen.

Besonders geeignet sind wieder-verschließbare Behältnisse aus Keramik, Glas oder Holz, mehr zu diesem Thema unter Allergien.

Diese Fermente mögen Sauerstoff, oder stören sich zumindest nicht daran. Je mehr Oberfläche dein Gefäß zulässt, desto aktiver wird dein Haustier. Die Öffnung sollte mindestens so groß sein, dass du den SCOBY auch wieder aus dem Behältnis entnehmen kannst.

Damit keine Fremdpartikel oder Insekten an dein Ferment gelangen, solltest du die Öffnung mit einem luftdurchlässigen Objekt abdecken. Ich nutze meist einfach ein Stück Küchenrolle und ein Gummiband. Fest verschlossene Gefäße sind gefährlich! Solltest du das Gefäß fest verschließen wollen, mache dies nicht zu lange. Viele dieser Fermente bilden CO2 aus, die Kohlensäure hat die Kraft jedes Gefäß zu sprengen. Wenn du die Flasche regelmäßig kurz öffnest, oder es nur für einen kurzen Transport gedacht ist, geht aber auch das.

Ruhige Ecke

So sehr dein Küchenhaustier dich auch lieb hat und dich gern verwöhnt, es ist eher ein gemütlich, schüchterner Gesell. Gib ihm am Besten ein festes Plätzchen in deiner Wohnung, zu viel Unruhe, sowohl im Gefäß, als auch drum herum (stell dir vor du schmeißt es um!) ist nicht vorteilhaft.

Regelmäßige Abläufe und das Füttern nicht vergessen!

Rituale tun jedem gut. Sie sind etwas, das Struktur in den Alltag bringen. Küchenhaustiere können dir einen Anstoß für solche Rituale liefern. Sie haben einen immer wiederkehrenden Zyklus. Je nach Phase gibt es Dinge die sie sich von dir wünschen. So müssen auch diese Haustiere regelmäßig gefüttert werden. Am besten immer zu ähnlichen (tages-) Zeiten und natürlich mit gleichen Mengen. Wenn es einmal gar nicht geht, wird dein Haustier vermutlich nicht sofort eingehen, aber mal ehrlich, würdest du eine Katze oder einen Hund unnötig hungern lassen?

Regelmäßiger Auslauf

Generell eher gemütlich unterwegs, gibt es natürlich auch unter den Küchenhaustieren bewegungshungrige Sauerstofffanatiker.

Hermann möchte einmal am Tag ordentlich in Schwung kommen. Und auch Tibi wächst schneller, wenn du die Flasche öfter schüttelst und so Sauerstoff in die Lungen der „Tierchen“ kommen.

Besondere Diäten

Die meisten von ihnen ernähren sich von Zucker. Der Zucker bildet die Nahrungsgrundlage und wird in andere Stoffe umgewandelt. Somit ist im Endprodukt meist kaum Zucker enthalten. Das Gleiche gilt für Fermente, die sich von Alkohol ernähren. Für die spezifischen Vorlieben deines neuen Küchenhaustieres, schau doch bitte im passenden Artikel nach.

Allergien

Ja auch Küchenhaustiere haben Allergien. Oder sagen wir Abneigungen. Dieser Punkt lässt sich auf alle Fermente übertragen.

Flüssigkeiten (zb. Säfte) müssen immer ungeschwefelt sein. Zusätze im Wasser können ein Ferment eingehen lassen.

Fermente mögen Metall nicht. Also hantiere soweit möglich nur mit Holzlöffeln. Plastik wäre an sich möglich, allerdings gibt Plastik über die Zeit Partikel ab. Insbesondere bei so etwas aktivem wie einem Ferment und den langen Zeitspannen, werden sich viele Plastikrückstände in dein Ferment einschleichen.

Zum Thema Sieb: Nicht nur Söckchen für Hunde sind so eine dieser Erfindungen, die Außenstehende mit einem großen Stirnrunzeln quittieren. Nylonstrümpfe, die natürlich dann nur für diesen Zweck benutzt werden, sind eine gute, einfache und günstige Variante um flüssige Fermente zu filtrieren. Quasi ein Sieb, das ohne Metall auskommt und sich der der Form von fast jedem Gefäß anpasst.

Einem Ferment sollte nie zu heiß werden. Bakterien sterben ab einer Temperatur von über 60 Grad. Bei Kombucha – hier wird Tee fermentiert – ist es also wichtig diesen abkühlen zu lassen.

Durch die Umgebungstemperatur wird dein Ferment beeinflusst. Teilweise kann das störend sein, du kannst es aber so auch aktiv manipulieren

Auswirkungen von Temperaturschwankungen auf dein Ferment

Am wohlsten fühlt sich dein Küchenhaustier zwischen 18 und 25 Grad. Erhitze dein Ferment auf über 60 Grad und Zack: Du wirst Fermentemörder! Aber schon davor wird es kritisch für das Ferment.

Niedrige Temperaturen machen deinen Haustieren hingegen nicht so viel aus. Als Faustregel gilt hier: Je wärmer deinem Ferment ist, desto schneller arbeitet es – je kälter, desto langsamer.

Fermente im Hochsommer sind somit schneller fertig, als solche im Winter.

Durch einen Ausflug deines Ferments in den Kühlschrank oder sogar ins Gefrierfach, kannst du die Prozesse entschleunigen und somit selbst mal in Urlaub fahren, ohne gleich dein Haustier einem Freund zur Pflege zu geben. Ein kühler Kellerraum oder Speisekammer, kann natürlich auch einen besonderen Reifeprozess für dein Ferment darstellen und es geschmacklich runder machen.

Damit die Fermentation aber überhaupt in die Gänge kommt, braucht es schon Wärme. In der Regel, habe ich meine Küchenhaustiere deswegen in der Nähe von meinem Heizkörper stehen. Einen meiner Zöglinge, habe ich aber sogar schon mal in ein Körbchen mit Wärmflasche gebettet.

#Tierfreitag

Gemüse?! Das ist doch nur Beilage!

Es ist spät Nachts. Ich sitze in einer dunklen, verrauchten Bar in Wien. Neben mir am Tresen einige Küchenchefs und Jungköche. Schon seit Stunden diskutieren wir über unser Lieblingsthema: Essen.

Wie immer bei solchen Gesprächen fällt irgendwann auf, dass ich Vegetarierin bin. Und auch hier wieder: Ungläubiges bestaunen. Obwohl es vegetarische Gerichte an jeder Ecke gibt und es keinen Text gibt, der über dieses Thema nicht geschrieben wurde, aufgeregt wird sich trotzdem. Ihr glaubt mir nicht? Dann erzählt selber mal, dass ihr kein Tier esst… Egal wem. Es werden sich mehr Leute verwundert anstellen als ihr annehmt. Sogar, wenn ihr euch nicht rein pflanzlich, also vegan, ernährt, sondern „nur“ auf totes Tier im Essen verzichtet.

Gerade von Menschen, die sich als Genussmenschen oder Experten am Herd bezeichnen wird vegetarische und vegane Ernährungsweise als frevelhafter Verzicht wahrgenommen. Eine der Hauptannahmen dahinter, scheint mir, dass man nur mit Fleisch und tierischen Produkten leckere Gerichte zubereiten kann. Aber nur mit Gemüse kochen? Unvorstellbar. „Gemüse das ist eine Beilage und so soll es bleiben.“ wirft mir mein Nachbar an der Bar entgegen. Er: Küchenchef eines renommierten Wiener Hotels. Gemüse als Hauptrolle eines Gerichts ist für diesen Koch unvorstellbar.

Was wird dieser Koch, und alle anderen Fleischverfechter zum neuen Tierfreitag sagen?

Vermutlich wird er die Idee gar nicht so schlecht finden. Der Tierfreitag existiert als Aktionstag seit letzter Woche und startet heute richtig durch. Katharina Seiser hat alle Blogger und Rezepteschreiber dazu aufgerufen, ab jetzt immer Freitags Gedanken zu rein pflanzlichen Gerichten zu posten. Eine Reaktion auf ihren Selbstversuch, sich als bekennende Allesesserin und Genussmensch 21 Tage lang vegan zu ernähren.

Der Begriff ist bewusst so gewählt, dass sowohl „Tierfrei-Tag“, als auch „Tier-Freitag“ gelesen werden kann.“Tierfrei“ deshalb, da „vegan“ als Begriff für Frau Seiser zu heikel und zu dogmatisch besetzt zu sein scheint. Des weiteren soll zwar ein Augenmerk auf rein pflanzliche Ernährung gerichtet werden, zeitgleich aber auch solche Projekte, die nachhaltige Fleischproduktion ermöglichen, porträtiert werden.

Als ich das erste Mal über den Tierfreitag gestolpert bin, war ich hell auf begeistert. Doch dann stellte sich mir die Frage, ob dieser Tag wirklich so etwas neues und tolles ist. Schließlich gibt es schon einige Aktionstage, die dazu bringen wollen, pflanzliche Ernährung in unseren allgemeinen Allesesser – Speiseplan einzubauen.

Ich beziehe mich dabei auf den „meat less monday“ und den „vegetarischen Donnerstag“. Erster wird seit 2003 vermehrt weltweit benutzt und wendet sich an die gesamte Bevölkerung mit der Hoffnung, das das Weglassen von Fleisch an einem Tag pro Woche zu einer Reduzierung vieler sozialer wie auch ökonomischer und ökologischer Probleme führt, die durch die klassische Ernährungsweise hervorgebracht werden. Mit dem vegetarischen Donnerstag machte dann 2009 die Stadt Gent in Belgien Furore. Hier wird in Mensen öffentlicher Einrichtungen, wie Schulen und Kindergärten, Donnerstags der Speiseplan auf pflanzliche Ernährung gerichtet. Schnell übernahmen viele Städte, ins besondere in Deutschland, die Idee.

Bewusst wurde bei all diesen Aktionstagen der Freitag ausgespart. Der Freitag ist traditionell schon durch den Speiseplan einiger Religionen (Christentum: kein Fisch) belegt und vegetarische Ernährung soll bei diesen Aktionstagen nicht mit Religion in Verbindung gebracht werden. Montag ist ein klassischer Tag um aktiv mit neuen Vorsätzen in die Woche zu starten.

Was ist also neu am Tierfreitag?

Da der Begriff „Tierfreitag“ neu und unbenutzt vor uns steht, soll er uns allen ermöglichen sich dem Thema pflanzlicher Ernährung von einer „undogmatischen“ Seite zu nähern. Zweitens soll er „positiv Beispiele“ tierischer Haltung in den Vordergrund lenken. Fertigprodukte, Aromen und Convenienceprodukte, wie veganen Fisch und vegane Hühnchen, gelten ebenfalls als ausgeschlossen.

Die Zielgruppe sind (noch) nicht die einzelnen Konsumenten, sondern Blogger und alle Netzfoodies. Gerade die Allesesser unter uns Bloggern, sollen sich kreativ an genussvoller Gemüseküche austoben. Folglich eine gute Idee, die sicher das ein oder andere sehr spannende neue Rezept anregen wird. Auch ich habe für meinen Blog durch den Tierfreitag schon jetzt einen neuen Kreativitätsschub erhalten. Die Zielgruppe und vor allem deren Zielgruppe erklärt wiederum, wie es dann doch ein Freitag werden konnte: Am Wochenende werden Blogartikel zahlreicher gelesen und es gibt Zeit auch aufwändigere Gerichte nachzukochen.

Die betonte „nicht dogmatische“ Haltung des Tierfreitags führt in meinen Augen allerdings dazu, dass der Begriff „vegan“ und alle, die sich als Veganer bezeichnen erst recht als komische Spinner und Fanatiker dargestellt werden. Diesen Beigeschmack finde ich schade und keinesfalls notwendig. Auch wenn ich diesen Beigeschmack schade finde, so ist mir die Schwierigkeit des Begriffes „vegan“ bewusst. Als Leser meines Blogs wisst Ihr sicher, dass auch ich vegane Rezepte lieber unter „rein pflanzlich“ vertagge. Das liegt daran, dass es wertneutraler ist und auf einen Blick klar, welche Zutaten ausgeschlossen werden. Es gibt einfach immer noch zu viele Menschen, die nicht genau wissen was der Begriff „vegan“ alles umfasst.

Unabhängig von dieser Debatte begrüße ich es dennoch, wenn durch den Tierfreitag, ähnlich wie beim meatless Monday oder dem vegetarischen Donnerstag, eine breitere Masse angesprochen werden kann. Wir sollten die Entwicklung des Tierfreitags auf jeden Fall gespannt verfolgen. Wenn Ihr selber Artikel und Rezepte zum Thema verfassen wollt/ suchen wollt, bedient euch dem Hashtag #Tierfreitag. Am Ende entsteht so vielleicht eine wilde Rezeptsammlung, ganz unterschiedlicher Ess – begeisterter Menschen, die Allesessern eine einfache Möglichkeit bietet sich mit rein pflanzlicher Ernährung auf genussvolle Weise bekannt zu machen.

Ich habe meine tierfreien Rezepte nicht umkategorisiert, passende Rezepte und tierfreie Rezepte, die nicht an einem Freitag gepostet werden, findet Ihr in meiner Rubrik: rein pflanzlich (vegan)

Interessante Links und Quellen zum Thema:

Der Tierfreitag auf esskultur mit genauer Info für alle Blogger: hier klicken

Zur allgemeinen Übersicht und Sammelstelle aller Beiträge zum Tierfreitag: gibt es hier

mehr zum vegetarischer Donnerstag und meatless Monday (wiki)