sexy Fingerfood – herzhaft leichte Gemüse – Cupcakes

Sommer ist die Zeit von Picknicks und Grillabenden. Und nichts macht mehr Spaß als gemeinsam im Gras zu liegen, Schäfchenwolken zu zählen… und dabei gut zu essen :). Ein Couscoussalat, marinierte Auberginen oder mit Schafskäse gefüllte Paprika fallen mir da schnell ein.

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Meine veganen Freundinnen stellen mich dann aber doch immer mal wieder vor eine kleine Herausforderung. Insbesondere dann, wenn es das Essen nicht alltäglich daher kommen soll, ich kaum Zeit habe und das Essen den unterschiedlichsten Leuten schmecken soll. Diese lässigen Versammlungen sind immer wieder ein guter Ort um auf unaufdringliche Art und Weise mit veganen und vegetarischen Gerichten Eindruck zu schinden. Der ein oder andere Fleischesser wurde so schon davon überzeugt, dass „dieses langweilige Gemüse“ doch einiges kann.

Eine meiner Eigenkreationen sind diese Gurken-Bohnen Cupcakes. Wieder etwas, dass auf niedlich und süß macht und dabei herzhaft pikant daherkommt.

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Dieses herzhafte Fingerfood ist rein pflanzlich, sehr schnell gemacht und sieht einfach umwerfend aus, also genau etwas für den Tierfreitag – die Sammelstelle für pflanzliche Genüsse.

Du brauchst: gekochte kleine weiße Bohnen, für Eilige welche aus dem 500 Gramm Glas, ein paar Gewürze und eine Gurke, das wars! Gut ein Dressiersack, ein Messer und Löffel können auch nicht schaden. 😉  Die Bohnenpaste kann im Vorhinein gemacht werden und im Kühlschrank einen Tag durchziehen.

1. gekochte Bohnen mit Apfelessig* und ein bisschen Wasser im Mixer fein pürrieren.

2. Mit Salz, Pfeffer und deinen Lieblingsgewürzen abschmecken (In diesem Fall: Gute Laune Gewürz Blüten Zubereitung von Sonnentor mit  Meersalz, Knoblauch, Basilikum, Bärlauch, Oregano, Ringelblumen, Rosmarin, Thymian, Rosenblüten und Kornblumen.)

3. in einen Dressiersack mit gezackter Spritztülle.**

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4. Gurke schälen, für die Deko ein paar grüne Streifen lassen und in circa 2,5 cm große Stücke schneiden.

5. Die Gurkenstücke mit einem kleinen Löffel vorsichtig auf einer Seite leicht aushölen.

6. Gurken mit der Bohnenpaste füllen. Für schöne Rosetten halte etwas Abstand zu den Gurken und spritze die Masse in einer Kreisbewegung auf.

7. Fertig!

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*Vegane Sorte verwenden! – in diesem Fall selbstgemachten. Alle Säfte, die nicht naturtrüb sind, müssen auf die ein oder andere Art geklärt werden. Hierfür wird häufig Gelatine verwendet. Saft bildet die Grundlage für Wein und Essig. Einige Geschäfte haben begonnen Weine und Essige als vegan zu kennzeichnen. Das Weglassen der Gelatine ist dabei nur ein Teilaspekt, auch der Klebstoff des Ettikets (zb.) kann tierische Stoffe beinhalten.

** Um einen einfachen Transport zu gewährleisten, nimm die Füllung in einem Beutel mit und dressiere vor Ort auf. Show Cooking ist ja eh sowas von in 🙂

Rent a Freischnauzeköchin

Alle Welt fährt in Urlaub und lässt die Beine baumeln. Doch ich, ich möchte lieber anpacken. In dieser Stadt ist es allerdings viel zu heiß, um nur den kleinen Finger zu heben. Ich bin ein ausgesprochenes Winterkind und verglühe bald. Ich sehne mich nach frischer Wald- und Wiesenluft und Sternenhimmeln.

Da einfach so rausfahren mir aber viel zu einfach ist, hier meine Idee, oder Challenge an euch, denn damit das ganze funktioniert seid ihr gefragt! 🙂

Ich will dahin, wo es was (kulinarisches) zu tun gibt! 🙂

Und wie geht das jetzt? :

Rent a Freischnauzeköchen kurzfristig, spontan, im Zeitraum vom 21 – 31. 07 zu haben (ausgenommen 25ter & 27ter) möglich.

Du/Ihr holt mich für einen Tag (oder länger) aus der Stadt raus.

Ich helfe euch dafür bei euren täglichen Aufgaben. Am besten seid  „ihr“ eine Lebensmittelproduzierendeoase und habt bedarf an fleißigen und wissbegierigen Händen. Ich helfe gerne! Zb. bei der Obsternte, dem Ansätzen von Likören, Einkochen von Marmeladen, Brotbacken, Saftmachen, verzuckern von Salbei und Blüten, kandieren, (…), Fotos und Berichten. Im optimalsten Fall erlerne ich von Euch etwas über die Produktion eures jeweiligen Produkts.

Und wenn ihr keine Lebensmittel produziert, aber mit einem Boot auf einem See herumschippert, da finden wir sicher auch eine Lösung… 🙂 Könnte Euch zb mit Geschichten und leckeren Gerichten verwöhnen.

 

Am einfachsten kann ich das Umland von Wien erreichen, da ich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen bin oder auf einen Mitnehm/Abholservice

Bin gespannt auf eure Vorschläge! Am besten per Kommentar oder via Mail an freischnauzekochen@yahoo.at

Alles Liebe. Die Freischnauzeköchin.

mehr Avocado – quick and easy

Avocado.

Braucht es eigentlich mehr, als dieses Wort, um das Paradies zu beschreiben? Hmm… Granatäpfel und Zitrusfrüchte. Chili und Brot. Schon bin ich glücklich und zufrieden. Manchmal geht es so einfach!

Regionale Produkte und saisonales Essen ist für mich wichtig, da brauchen wir gar nicht anfangen zu diskutieren. Unabhängig von der derzeitigen Trendwelle Nachhaltigkeit und so (was ja auch schön ist, dass das jetzt Massenkompatibel ist…). Tja und dann, dann steh ich doch wieder im Supermarkt und da lächelt mich die Avocado an. Ich liebe Beeren und diese Frucht, die wie Schlagobers in Gemüseform daherkommt ganz besonders. Also mach ma da – wie auch sonst viel zu oft – eine Ausnahme. Denn Avocado kann ich nie genug haben.

freischnauzekochen - Avocado - Praline - Avocadopraline - Guacamole - Cocoschips - Vera Kondratiuk

Weiche Avocado ist pur schon ein Genuss. Eine Guacamole ist aber echt einfach und immer wieder ein Vergnügen. Einfach ein paar Spritzer Zitrone, frische Chili, Salz und Pfeffer unter die Avocado rühren. Vermanschen. Fertig.

Avocado wird schnell braun. Deswegen die Zitrone, aber auch das hilft nicht lange. Was wirklich hilft und ich war echt erstaunt, als meine norwegische Freundin J, diesen Trick vorgeführt hat, ist es den Kern nach dem vermengen schnell wieder zur Creme zu geben! Und siehe da, sie bleibt länger knacke grün.

Wer noch eine Stufe drauf setzten möchte schneidet die ungeschälte Avocado in zwei gleichgroße Hälften und höhlt sie vorsichtig nur ein wenig aus. Dieses Fruchtfleisch mit oben genannten Zutaten und Tomatenstücken vermengen. Die Avocadohälften behutsam von der Schale befreien und mit der Avocadocreme befüllen. Wer mag kann auch ganz andere Pasten herstellen, von Frischkäsecremes über Fetakäsedips zu schokoladigen Variationen ist alles vorstellbar und diese in den vom Kern hinterlassenen Hohlraum füllen. Die beiden Avocadohälften vorsichtig wieder zusammenfügen. Und nun ist wirklich eure Kreativität gefragt. Ich hab sie für das obige Bild einfach in Kokosflocken gewendet – wenn schon nicht regional und so dann aber richtig – und auf einer Tomatenscheibe stehend serviert. Mit unterschiedlichen Kräutern und Samen können aber ganze Bilderlandschaften auf die Avocados geformt werden und sich somit als elegante Avocadopralinen sehen lassen. Schön als Vorspeise.

Wer sich das Bild genau anschaut, wird vielleicht durch Größenverhältnisse und Farben positiv irritiert sein: Diese Avocados waren spezielle Minifrüchte, die es in Mannheim beim Türken im Winter zu kaufen gab. Zeitgleich waren auch die dunklen, leicht grünen, tunfischfarbenen Tomaten reif… Avocados und Zitronen sind herrlich sommerlich. Aber in unseren Breitengraden ist es Winter, wenn die besten Exemplare günstig auf den Markt kommen.

Purple Eat – wo gutes tun gut schmecken kann

Heute ist Tierfreitag. Dieses Mal möchte ich ein besonderes Wiener Beisl vorstellen. Hier finden sich auf der wöchentlich wechselnden Karte gute rein pflanzliche Bio – Gerichte. Hier wird von Herzen gekocht. Ein Besuch lohnt sich.

Lust auf eine Weltreise, aber die Zeit ist knapp und das Geld sowieso?
Warum dann nicht mal schnell kulinarisch die Welt bereisen? In einer Weltstadt wie Wien kann man sich durch die unterschiedlichsten Länderküchen kosten. Doch dafür müsste man dann immer das Restaurant wechseln, verbraucht auch Zeit und Geld…
Seit diesem Frühjahr gibt es im Purple Eat, ein Beisl am Meidlinger Markt, eine angenehme Lösung für Menschen, die sich mit diesem Problem plagen. Ganz nebenbei werden auch noch andere, wesentlichere, Probleme angegangen.

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Das Beisl hat nämlich nichts mit klassischer Gastronomie zu tun. Es ist ein Projekt des angrenzenden Vereins Purple Sheep, ein Verein zur Förderung und Einhaltung der Rechte von AsylwerberInnen und Fremden. Unterstützt wird durch Rechtsberatung, öffentlichkeitswirksame Aktionen und dem Freunde Schützen Haus. Ein Schutzhaus für in Österreich integriert lebende Familien, denen die Abschiebung droht.

Familien aus den unterschiedlichsten Orten dieser Welt, mit den verschiedensten Geschichten. Und genau diese Familien kochen nun am Meidlinger Markt. Unterstützt von Freiwilligen Helfer_Innen. Die Stimmung ist immer äußerst herzlich, von Freunden für Freunde sozusagen. Die Gerichte internationale Hausmannskost.

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Angeboten werden zwei Menüs, täglich von 11 – 21 Uhr. Gewählt werden kann immer zwischen zwei Gerichten. Mindestens eine davon ist vegetarisch, immer häufiger auch vegan. Aus Bio-Zutaten frisch gekocht wird im Freunde Schützen Haus, angerichtet und serviert im Purple Eat am Meidlinger Markt. Das ganze Menü gibt es für eine Mindestspende von 7€, die komplett in die Unterstützung der Betroffenen fließt. Gekocht wurde unter anderem bis jetzt:

Kartoffel-Gemüse Auflauf (Mazedonien) -Vegetarisch

Indischer Linseneintopf mit Basmatireis (Vegan)

Melanzani Linsentopf mit Basmatireis (Vegan)

Chinesische Teigtaschen gedämpft mit Gemüse (Vegetarisch)

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Dieses  besondere Konzept wird durch eine ausgefallene Getränkekarte unterstützt. Lauter ausgezeichnete Weine und insbesondere delikate Vodkaspezialitäten. So auch den bei der International Wine & Spirits Comeptition mit Gold ausgezeichneten Vodka der mostviertler Destillerie Farthofer.

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Für den Service werden Freiwillige gesucht. Einfach beim Purple Sheep anrufen und fragen, wann jemand gebraucht wird. Wenn man sich einen fixen Tag in der Woche Zeit nehmen kann, wäre das am Besten. Flexibilität und Offenheit sind die wichtigsten Eigenschaften, die man braucht. Alles andere kann man vor Ort lernen. Ich habe auch schonmal ausgeholfen und es war ein echt spannender und intensiver Tag. Ein guter und einfacher Weg sich ein bisschen Gastro- und Baristaerfahrung anzueignen 🙂

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Purple Eat am Meidlinger Markt
U6 Niederhofstraße
Lila Marktstand auf der Seite Rosaliagasse

Mo- Sa von 11.00 – 21.00, durchgehend warme Küche
Tagesgericht mit Vor/Nachspeise und Salat um 7 Euro
Kleine Speisen um 4 Euro
Kaffee um 2,50 Euro

Kontakt: 0660.6808727
Email: office@purplesheep.at

Weitere Infos zum Verein und der aktuelle Wochenmenüplan

Wiener Zitrustage

Das Leben richtig auskosten – umgemünzt auf neugierige Genussmenschen und alle die es werden wollen bedeutet das für mich, die Vielfalt schmecken zu lernen.

Am einfachsten geht das im Rahmen von Verkostungen. Ob Wein, Olivenöl oder Früchte. Erst der genau Blick, die intensive Beschäftigung mit einer Produktgruppe lässt uns wichtige Unterschiede erkennen. Denn, wie meine liebe Freundin S heute so schön sagte: „Wie soll ich denn die Unterschiede kennen lernen, wenn es im Supermarkt nur Standardfrüchte gibt?“

Auch sie war – als bekennender Non-Foodie – begeistert vom Variantenreichtum, den wir in der Orangerie im Schloss Schönbrunn präsentiert bekommen haben. Ich muss ja zugeben, ich hatte schon einmal das Vergnügen von Katharina Seiser in die Welt der Zitrusrüchte eingeführt zu werden, das Ambiente der Orangierie, gefüllt mit zahlreichen Frucht- und Blüten behangenen Bäumen hat das ganze zu einem besonderen Erlebnis gemacht.

Die Orangerie

Die Orangerie

Zitrusverkostung mit Katharina Seiser

Zitrusverkostung mit Katharina Seiser

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Die Zitrustage in Schönbrunn sind ein sehr spezielles Event. Die hier ausgestellten und zur Verkostung angebotenen Früchte gibt es an kaum einem anderen Ort zu probieren. Eine Zitruspflanze braucht einige Zeit, bis sie schöne Früchte austrägt. Bis so ein Baum tolle Früchte trägt gehen ein paar Jahre ins Land. Nur gut, dass die Orangerie schon zu Zeiten von Sissi und Franz in voller Blüte stand. Damals meist aus optischen Gründen erworben, hat sich eine ganz besondere Ansammlung an Zitrusfrüchten in Wien eingefunden.

Blätter im militärylook.

Blätter im militärylook.

Es sind bis zu 4 Generationen auf einem Baum zu finden.

Es sind bis zu 4 Generationen auf einem Baum zu finden.

Zitrusfrüchte reifen auf einem Baum nicht alle gleichzeitig.

Zitrusfrüchte reifen auf einem Baum nicht alle gleichzeitig.

Katharina Seiser mit ihrer geliebten Meyer - Lemon "frisch vom Baum".

Katharina Seiser mit ihrer geliebten Meyer – Lemon „frisch vom Baum“.

„Klassische Zitronen“ sucht man hier lange. Baum an Baum reihen sich ausgefallene Sorten, wie die Lemonada oder Kaiserzitrone (Lipo). Unter allen, die Esskultur nicht regelmäßig lesen, auch noch recht unbekannt ist die Meyer-Zitrone. So unbekannt, dass dieser für Zitrusfrüchte Liebhaber_Innen regelrechte Schatz in Supermärkten auch mal als schnöde Zitrone verkauft wurde. Etwas bekannter, dann Bergamotte- und Zitratzitronen. Eine Vielzahl, die man in unseren Breitengraden so normalerweise nicht zu gesehen bekommt.

Der Schatzmeister

Der Schatzmeister

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zwei Tropfen feinsten Bitterorangenblütensirup

zwei Tropfen feinsten Bitterorangenblütensirup

Noch bis einschließlich Sonntag können die Früchte verkostet, und die Pflanzen bestaunt und erworben werden. Die Ausstellung ist den ganzen Tag geöffnet, die Verkostungen finden immer um 16 Uhr statt. Geleitet von einer Dame, die sich selbst als Mensch gewordene Zitrusfrucht bezeichnet. Zu probieren gibt es neben den erstaunlichen Früchten dieses Jahr auch besondere Produkte aus dem Steirereck.

Um Voranmeldung wird gebeten.  Wer sich wegen des schlechten Wetters fragt: Das ganze findet in überdachten aber kühlen Räumen statt. Warm anziehen ist also ratsam. Nass wird man aber nicht.

Die Meyer - Lemon.

Die Meyer – Lemon.

Zitrusfrüchte wie feinstes Porzelan auf der Zunge in tausend Geschmacksnuancen zerspringend.

Zitrusfrüchte wie feinstes Porzelan auf der Zunge in tausend Geschmacksnuancen zerspringend.

für die Wissbegierigen. Freischnauzekochen Notizen.

für die Wissbegierigen. Freischnauzekochen Notizen.

Geschenk für besondere Anlässe: Der essbare Blumenstrauß

Heute möchte ich mit Euch eine besondere Variante für ein feines selbstgemachtes und essbares Geschenk teilen. Besonders geeignet für diejenigen unter Euch, die etwas Persönliches suchen, dass sich gut transportieren lässt und eine größere Reise übersteht. Ein wenig Vorausplanung, Geduld und Geschick sind gefragt. Für einen besonderen Anlass und gute Freunde aber den Aufwand sicher wert.

Ich selbst habe damals zum ersten Mal das Zeichnen mit Zuckerguss ausprobiert. Die Hochzeit ist schon zwei Jahre her, ich bin gerade erst wieder über das Bild gestolpert und habe an Euch gedacht. Entschuldigt also die noch etwas deletantisch anmutenden Kreise.

Wie schon erwähnt: Zu Hochzeiten wird man nicht alle Tage eingeladen. Eine von vier Brautjungfern zu sein, wird man noch seltener gefragt. Klar, dass ich mich riesig gefreut habe. Dann hieß es aber: „Bitte keine Geschenke, vor allem Blumensträuße. Das so von den Gästen „eingesparte“ Geld wurde dann an einen guten Zweck gespendet. An sich eine schöne Idee. Irgendwas Nettes und Feines, wollte ich dann trotzdem mitbringen. Essbare Geschenke finde ich meistens deswegen gut, da sie sich quasi „von selbst verbrauchen“ und nicht irgendwann ein eingestaubtes Dasein in einer trostlosen Ecke führen. Somit ging das Grübeln los.

Ein weiteres Hindernis: Sommer, eine Zugfahrt von über 12 Stunden und Ankunft zwei Tage vor der eigentlichen Feier. Das bedeutete also für das kulinarische Geschenk: Transportfähigkeit, Temperaturschwankungen trotzend und gute Haltbarkeit dringend gesucht. Perfekt darauf zugeschnitten:

Butterkekse mit einer Lavendelnote (die Lieblingsblume der Braut), in Form eines Blumenstraußes angeordnet. Die Anzahl der Blüten spiegelte den Monat wieder. Die Anzahl der Herzchenkreise, befestigt an den „Blütenstängeln“, den Tag der Trauung.

Essbarer Blumenstrauß mit Lavendelnote: Butter mit dem Lavendel in einem Topf vorsichtig erhitzen. Der Lavendel würzt so die Butter. Das geht natürlich mit allen Kräutern und Blüten, die eine starke Duftnote oder Geschmack abgeben können. Die Butter wieder erhärten lassen und nach deinem Lieblingsbutterkeks oder Mürbeteigrezept einen Teig machen und die gewünschten Formen ausstechen.

Für den Guss: Saft einer Zitrone, ein Eiweiß und 350 Gramm gesiebten Puderzucker zusammen glattrühren. Aus diesem Grundguss können wir durch Zugabe von Puderzucker oder Lebensmittelfarbe unsere benötigten Güsse herstellen. Falls einer der Güsse doch zu fest wird, einfach mit ein bisschen Zitronensaft wieder geschmeidiger machen. Insgesamt braucht es 5 Verschiedene:

Einen Teil in ein separates Schälchen füllen. Solange Puderzucker hinzugeben, bis daraus eine relativ feste, aber noch spritzfähige Masse geworden ist. In einen Spritzbeutel mit sehr kleiner Tülle füllen. Die Masse auf die Kekse spritzen. Diese relativ feste Masse dient als Umrandung für die gewünschten Motive. Der Guss der als Füllung verwendet wird, fließt somit nicht aus und bildet eine schöne glatte Fläche.

Keinen Dressiersack zur Hand?

Freischnauzetipp: Einen Tiefkühlbeutel nehmen und über ein hohes Gefäß stülpen, die Masse einfüllen. Dann in die Hand nehmen und mit einer Schere ein kleines Löchlein in eine der zwei unteren Ecken schneiden.

Den größten Teil brauchen wir für die weißen Flächen, hier sollte die Konsistenz der Grundmasse passen. Davon zwei kleinere Mengen abzweigen und mit den Lebensmittelfarben mischen. In diesem Fall habe ich Rot und Blau verwendet. Einmal ein Rosa daraus gemischt und einmal ein Violett (sollte dem Lavendel ähneln…).

Die drei Farben wären also: Weiß, Rosa und Violett.Jeweils in einen eigenen Dressiersack füllen.

Die Umrandungen mit der weißen Farbe füllen. Je Keks die bunten Farben sofort nach der Untergrundfarbe auftragen. Für drei Herzen machst du drei kleine Punkte und fährst dann mit einem Holzstab (zum Beispiel ein Schaschlickspieß oder Zahnstocher) durch die Mitte des Klekses, sodass die Farbe nach unten hinausgezogen wird und sich ein Herz bildet.

Je nach Geschick und Erfahrung kann die Malerei schon ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen. Für ein besonderes Gechenk lohnt sich der Aufwand aber.

Fertig dekorierte Plätzchen gut trocknen lassen.

Dann einen Guss mischen, der fester ist als der den du für die Umrandungen genutzt hast. Diesen neuen Guss verwenden wir als Kleber, er sollte also sehr zäh und klebrig sein. Ein paar hübsche saubere Zweige nehmen. Eventuell Blätter entfernen und auf die Rückseite der Plätzchen je einen Kleks „Kleber“ geben. Leicht antrocknen lassen und fest an den Zweig drücken. Für ein paar Stunden trocknen lassen, dabei die Zweige nicht bewegen. Fertig.

Schön verpacken und verschenken 🙂

Wenn ich Oma wär oder: Ein Likörchen geht immer!

Wenn meine Freundinnen und ich über die Zukunft sprechen, dann passiert es (noch) häufig, dass wir vehement den Kopf schütteln oder die Stirn in Falten legen, sobald jemand den Mut aufbringt das Thema Heirat in den Gesprächemix zu werfen. Wenn es aber darum geht, noch etwas weiter in die Zukunft zu schweifen, sind sich meine Freundinnen und ich einig: Oma sein, dass ist das Coolste!

Auch wenn unsere Idealfantasien des Omalebens, sich etwas vom real vorgelebten Leben unserer Großmütter unterscheiden: Wir würden die Omawelt rocken. Ganz bestimmt!

Omas in unserem Sinne verbringen – selbstverständlicher Weise – den Tag damit die wunderbarsten Speisen herzustellen, nur um sie dann ihren Enkelkindern zu kredenzen und somit um den Finger zu wickeln. Schlachtpläne, wie wir unseren zukünftigen Kindern die Erziehung derer Blagen möglichst verderben können, liegen wohl sortiert und abgeheftet in Schubladen bereit ;). Wir würden uns nicht damit zufrieden geben, wenn unsere Enkel nur ein kleines Stückchen Dessert essen würden, trotz eines üppigen Hauptgangs. „Na komm, Schätzchen. Ein Stück von der dreilagigen Cremetorte kannst du ja wohl schon noch in deinem Magen unterbringen. Du willst doch nicht, dass deine Omi den ganzen Tag umsonst in der Küche gestanden ist, oder?“  Als Oma darf man so was. Dürfen ist viel zu schwach formuliert. Als Oma ist frau in der Verpflichtung seinen Nachwuchs gut zu polstern, als Opa natürlich auch. 😉

Wenn die verzogenen Blagen dann aus dem Haus sind, trifft man sich mit seinen wunderbar angeschrumpelten Freundinnen auf ein Gläschen Likör. Und das ist dann natürlich nicht irgendeiner, nein! Hausgemachter. Ein ganz edler Tropfen. Vielleicht ja sogar noch aus dem Jahre 2013. Likör ist ja auch so etwas, das mit dem Alter besser wird…

Und so kommt Ihr zu Eurem ganz eigenen Tropfen Genuss:

Likör Rezept - Granatapfellikör-freischnauzekochen

Likör = Früchte + Zucker + Alkohol + Zeit

Für 500 g Früchte nehmen wir  250 g Zucker und 0,75 l Alkohol

Alle Zutaten zusammen in ein breites verschließbares Gefäß füllen. Vorsichtig verrühren, danach verschließen. An einem stillen Ort mindestens ein bis drei Monate ziehen lassen, harte Früchte länger ziehen lassen, als weiche Früchte. Fertig durchgezogener Likör hat die Farbe der Früchte angenommen, diese hingegen wirken blass. Durch ein Tuch oder feines Sieb in schöne Flaschen füllen und im Dunklen lagern oder sofort genießen.

Welches Obst mit welchem Alkohol am besten schmeckt und weitere Tipps, gibt es hier.