The simple Things: Veggi Burger in unter 20 Minuten

Manchmal sind die einfachsten Dinge einfach doch die Besten. Neulich war ich mit einem Freund zum gemeinsamen Kochen verabredet. Er mit italienischen Ansprüchen an gute Küche ausgestattet und einem Vater mit hübschem Restaurant… Ich eine großmäulige wannabe – Küchenfee. Die gegenseitigen Erwartungen waren demensprechend etwas höher angelegt, als es für einen gemütlichen Kochabend gut gewesen wäre. Wir also gemeinsam in den Supermarkt, nach gefühlten drei Stunden entkamen wir diesem, beladen mit Radicchio, Ziegenfrischkäse, seltsam anmutendem Schafsfrischkäseröllchen, Blaubeeren und einem wagemutigem Lächeln auf den Lippen. Wir hatten zwar Stunden lang vor leckerem Gemüse, wie Paprika, Mais und Auberginen gestanden, legten diese aber ob ihrer „Alltäglichkeit“ wieder zur Seite. Irgendwo hatte ich mal gehört, dass Radicchio nicht nur als Salat genossen werden kann, sondern sich auch besonders gut macht, wenn man ihn grillt und in einer Balsamico – Marinade serviert, das wollten wir ausprobieren.

Zurück in der Küche und nach einer kurzen Onlinerecherche stellte sich dann auch schon die erste Ernüchterung ein. Die meisten Rezepte zeigten eine Zubereitungszeit von mindestens drei Stunden an, unser sich schon lautstark dazu äußernder Magen hatte da allerdings eine andere Vorstellung. Also wurde frei schnauze improvisiert. Der Sud aus Balsamico Essig, braunem Zucker, etwas Chili und Traubensaft ist uns auch wunderbar gelungen, dennoch war das Ganze am Ende ein unansehnliches bräunliches Desaster. Eine dieser Kocherfahrungen, die es schnell zu vergessen lohnt.

Diese herbe kulinarische Enttäuschung konnte ich nicht auf mir sitzen lassen und so klopfte ich schon am nächsten Abend wieder an die Tür meines Kumpels. Mit dabei: Einen Topf voller gerösteter Maiskolben, gebratene Aubergine, Röstzwiebeln, ein mehr als simples Tomatenrelish mit knackig scharfen Chilischoten und Vollkornbrötchen. Dem Veggiburger zum selber basteln stand also nichts mehr im Wege. Genauso wenig wie glückliche Gemüter, die sich genüsslich die vor Soße triefenden Finger abschleckten. Denn genau so muss Soul Food schmecken. Einfach gut.

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Basic Veggiburger mit Mais

Du brauchst für 4 Burger:

1 Aubergine, 4 Brötchen, 1 große Zwiebel,

2 Maiskolben, 1 mittelgroße Tomate, 1 frische und scharfe Chilischote

Salz, Pfeffer, Olivenöl, Saft einer Zitrone, Chilipulver und mediterrane Kräuter (Rosmarin, Majoran…)

1 Topf zu 2/3 gefüllt mit Wasser, mindestens 1 Pfanne, 1 Schneidebrett, 1 Messer, 1 Ofen

Maiskolben abbrausen und jeweils halbieren. Die vier kleinen Kolben in sprudelnd kochendem Wasser kochen, bis der Mais in strahlendem goldgelb  erstrahlt. Aus dem Topf nehmen und in der Pfanne mit ein bisschen Olivenöl kurz anbraten, salzen.

Während die Maiskolben kochen, schneiden wir die Zwiebel in Ringe und die Aubergine in etwa anderthalb Zentimeter breite Scheiben.

Den fertig gebratenen Mais legen wir beiseite und rösten nun die Zwiebelringe, bis diese leicht rotbraun sind. Auch auf einem Tellerchen beiseite stellen und die Aubergine in die Pfanne schmeißen.

Aubergine zieht schrecklich viel Flüssigkeit. Deswegen etwas mehr Olivenöl verwenden, Gewürze hinzugeben und kurz scharf anbraten. Dann mit ein bisschen Wasser ablöschen (2 – 3 Esslöffel), so dass die Aubergine noch drei bis vier Minuten weichköcheln kann, das Wasser sollte gänzlich verdampfen.

Währenddessen: Brötchen aufschneiden und im (vorgeheizten) Ofen rösten bis sie goldbraun sind. Den Mais und die Zwiebeln, kann man zum Warmhalten natürlich auch kurz dazustellen.

Für das Tomatenrelish: Tomate in Würfelchen schneiden. Die Chilischote ebenfalls in kleine Ringe schnibbeln. Mit etwas Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken.

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Brötchen aus dem Ofen holen, mit Olivenöl beträufeln und mit Zwiebeln und Auberginen aufschichten.

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Tipp: Besonders fein wird das Ganze, wenn du noch ein bisschen krunchige Erdnussbutter mit Chiliflöckchen als Majo und Ketchupalternative einbaust und die ein oder andere Scheibe geröstetes Räuchertofu und oder Avocado dazu schichtest.

Guten!

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