ein Mannequine, das Fenster zum Hof und Fleischersatz für Einsteiger

freischnauzekochen - Austernpilze - Tofu - geräuchert - Vera Kondratiuk

freischnauzekochen - Tofu - Austernpilze - Zwiebelwürfel - Vera Kondratiuk

Was stellen diese beiden Fotografien für Euch dar? Mich haben sie schon das ein oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht, wenn Freunde sich den Kopf darüber zerbrochen haben, was denn da nun drauf zu sehen ist.

Denn meine Darstellungen von Räuchertofu nebst Zwiebeln und Austernpilzen, wurden auch schon als „Mannequin mit 20er Jahre Haarschmuck“ oder eben als „spannende Häuserwand“ wahrgenommen. Doch nicht nur auf diesen Bildern wird Tofu vom gemeinen Betrachter verkannt, sondern auch in den Töpfen unliebsamer Köche.

Denn was da so verführerisch als einfach zu genießender Fleischersatz daherkommen mag, hat, zumindest in meiner Erfahrung, schon der besten Hausfrau* und den fleischliebendensten Köchen* das ein oder andere Beinchen gestellt.

So räkelt sich meistens ein zähes, geschmacksloses Etwas auf dem Teller, wenn in Jugendherbergen und Mensen zum vegetarischen Gericht gegriffen wird. Kein Wunder, dass viele der dortigen fleischessenden Insassen die Stirn über Menschen runzeln, die diese fantasielosen Teilchen stoisch in sich hineinschieben. Dabei kann Tofu sogar gut schmecken. Ein kulinarischer Blick Richtung Asien genügt und langsam lässt sich erahnen, was dieses Sojazeug, außer praktischer Inhaltsstoffe, noch so bieten könnte.

Auch für klassische europäische Gerichte kann Tofu kreativ genutzt werden, wenn sich an ein paar einfache Grundregeln gehalten wird:

1. Wie beim Fleisch, schmeckt auch Tofu je nach Art unterschiedlich und eignet sich für unterschiedliche Zubereitungsarten. Ich unterscheide zwischen vier Hauptarten. Seidentofu, geräuchertem Tofu, allem was in Konsistenz und Geschmack dazwischen liegt und Tofu, welches mit zusätzlichen Zutaten, wie Oliven und Nüssen zu neuem Geschmack verholfen wird.

2. Wie Käse, unterscheidet sich Tofu von unterschiedlichen Herstellern wesentlich im Geschmack.

3. Tofu lebt erst durch herrliche Soßen und Gewürze auf. Ganz besonders freut sich Tofu, wenn es ein gutes Weilchen in Marinade baden darf.

4. Tofu ist beim Kauf meistens in einer Flüssigkeit eingelegt. Diese gilt es vor der Weiterverarbeitung loszuwerden, einfach mit Küchenrollenpapier gut abtrocknen.

5. Zum Einstieg empfehle ich Räuchertofu zum Kochen und Oliven-, Tomaten-, Nusstofu als leckeren Brotbelag oder neue Einlage in Salat.

6. Tofu, das sich „ohne Geschmack“ in deine Küche einschleicht, am Besten in Scheiben oder Würfel schneiden, abtupfen, einmal scharf anbraten. Dazu zum Beispiel neutrales Öl und ein paar Tropfen Sesamöl verwenden. Chilliflöckchen und ganz feingehackten Ingwer dazu geben und mit einem Schuss Sojasoße ablöschen. Wenn du ein Freund von Süß – Sauren Spielereien bist, kannst du das Ganze noch mit ein bisschen braunem Zucker oder Honig verfeinern.

* Hausmänner und Damen die professionell den Kochlöffel schwingen, seien hiermit auch eingeschlossen und ihnen wohlwollend zugeprostet.

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