die Kunst Salat richtig einzukleiden

In Österreich wird – soweit ich mich bis jetzt durchgekostet habe – auf eine Mischung aus Apfelessig, Öl, Salz, Pfeffer und viel gesundem Knoblauch gesetzt, meine deutsche Mutter schwört auf die Balsamico – Olivenöl – Senfvariante und meine Oma rührt noch einen Klecks hausgemachte Marmelade unter.

Die Rede ist natürlich vom Salatdressing. So einfach sie auch scheint, so oft habe ich Freunde und Bekannte miterleben dürfen, die die verrücktesten Dinge angestellt und dabei die Salatsoße entstellt haben.

Am häufigsten habe ich dabei beobachtet, wie Wasser zum Strecken der Soße verwendet wurde. Liebste Freunde! BITTE TUT DAS NICHT!! Salat wächst von Haus aus auf festem Boden, muss also auch in gepflücktem Zustand nicht schwimmen können. So viel Soße bedarf es also nicht, als dass wir das bisschen Öl und Essig/ Zitronensaft nicht entbehren könnten.

Gerade wenn ihr zarte Salatblätter oder Kräuter verwendet, ist es wichtig die Soße erst ganz kurz vor dem Servieren unterzumischen. Sonst wird alles matschig. Bei kräftigeren Zutaten, wie Fenchel und Äpfeln, kann ein bisschen durchziehen lassen hingegen eine gute Idee sein.

freischnauzekochen - Salatsoße - Kondratiuk Vera

Ein genaues Rezept habe ich nicht zu bieten, lasst euch von eurem Gefühl leiten und probiert ruhig mal ein wenig aus. Experimentiert mit unterschiedlichen Ölen und Säuren. Ja! Es gibt mehr als eine Ölsorte (Rapsöl, Traubenkernöl, Kürbiskernöl…) und auch vom Typus gleiche Öle schmecken sehr unterschiedlich. Probiert euch mal durch.
Und welchen Salat dazu? Auf regional-saisonal.de, habe ich einen Saisonkalender für Salat entdeckt. So essen wir nicht nur abwechslungsreicher, sondern auch umweltverträglicher. Hier das PDF: saisonkalender-salat

Mein Tipp: Salatsoße – the easy granny way

Alle Zutaten (in diesem Fall: Olivenöl, dunkler Balsamicoessig, grober Senf, Salz, Pfeffer und eine Messerspitze Quittengelee meiner Oma) in ein leeres und gereinigtes Gläschen mit Schraubverschluss füllen. Deckel drauf, fest verschließen und schütteln. Sieht nicht nur ultra lässig aus, macht kaum Dreck, die Soße ist dadurch wunderbar portionierbar, sodass der Salat sich nicht mit der ganzen Flüssigkeit vollsaugen kann und matschig wird…Und wer hat´s erfunden? In meine Familie ist die Tradition des Soßenshakens durch österreichische Freunde herran getragen worden, die haben es wiederum von der aus England stammenden Großmutter, kurz: Granny.

Salatsoße 2

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